Pressemitteilungen - FDP Stadtverband Attendorn

Pressemitteilungen vom 09.05.2019:

WR vom 09.05.2019 - Grünfläche wird nicht bebaut

Die Stadt Attendorn möchte im Schwalbenohl eine Wohnbaufläche ausweisen. Doch Anwohner und alle Fraktionen stellen sich gegen das Vorhaben

Flemming Krause

Attendorn. Die Nachfrage nach verfügbaren Bauflächen in Attendorn wächst stetig, doch das Angebot an freien Plätzen ist begrenzt. Um der Wohnungsknappheit entgegen zu treten, würde die Verwaltung der Hansestadt gerne eine öffentliche Grünfläche im Schwalbenohl an der Stettiner Straße in eine Baufläche umwandeln. Doch die Politik schmettert diesen Plan ab.

Objekt der Begierde, das sich im Eigentum der Stadt befindet, ist ein rund 500 Quadratmeter großes Grundstück nur wenige Meter von der Stadthalle entfernt. Einst war hier ein kleiner Spielplatz angesiedelt, doch Schaukel, Rutsche und Co. sind längst abgebaut, so dass das Grundstück laut Verwaltung als ungenutzte Wiese brach liege. Ein Kinderspielplatz finde sich zudem nur wenige Meter entfernt wieder.

Grundstück eingekesselt
Die Besonderheit an dem besagten Grundstück ist, dass es einkesselt wird von sieben Häusern aus der Stettiner und der Magdeburger Straße. „Der Arbeitskreis Spielplätze hatte sich dazu entschieden, dass der kleine Spielplatz dort nicht mehr notwendig ist, damit war die Fläche für eine Nachnutzung freigegeben“, erklärt Attendorns Bauamtsleiter Carsten Graumann auf Nachfrage dieser Redaktion und schiebt nach, dass die Stadt aufgrund des Baubedarfs und der schönen Lage im Schwalbenohl mit dem Gedanken spiele, einem Interessenten den Traum eines Eigenheims zu ermöglichen.

„Unserer Meinung nach sollte diese Fläche, die einen prägnanten Innenhofcharakter aufweist, keiner Bebauung zugeführt werden“, betonte hingegen der SPD-Fraktionschef Uli Bock in einer gemeinsamen Erklärung seiner Partei und der CDU im Ausschuss für Planung und Umwelt. Denn die zur Bebauung ausgewählte Fläche bilde nach Meinung der betroffenen Anwohner und Politiker einen nicht nur für Kinder, sondern auch für die Anlieger zentralen Treffpunkt in unmittelbarer Nähe ihrer Häuser. Die beiden großen Parteien hatten sich auf Einladung der Anwohner vor Ort selbst ein Bild verschafft.

Privatsphäre nicht gewährleistet
Unterstützung erhielten die beiden Fraktionen von UWG und FDP/Die Grünen. „Das ist doch gar keine richtige Baulücke, sondern viel mehr ein Platz. Wir sollten nicht den letzten Quadratmeter im Schwalbenohl verbauen“, erklärte Meinolf Schmidt von der UWG. Ralf Warias (FDP/Die Grünen) sagte: „Dort ein Wohnhaus reinzusetzen, als Fleck in der Mitte, ist wirklich nicht schön.“ Birgit Haberhauer-Kuschel (CDU) ergänzte noch, dass die Privatsphäre überhaupt nicht gegeben sei, wenn tatsächlich ein Wohnhaus gebaut werde. Deshalb stellten CDU und SPD den Antrag, dass Bürgermeister Christian Pospischil mit den Anwohnern eine Vereinbarung treffen möge, wie die Nutzung des Platzes als zentrale Begegnungsfläche gesichert werden könne. Um die Pflege müssten sich die Anwohnern dann aber selbst kümmern.

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