Pressemitteilungen vom 25.06.2020:

WR vom 25.06.2020 - Mindereinnahmen durch Corona

Attendorn Angesichts der Coronapandemie sieht Kämmerer Klaus Hesener über dem städtischen Haushalt dunkle Wolken aufziehen. „Attendorn verfügt aufgrund der positiven Jahresergebnisse der letzten Jahre über eine hohe Ausgleichsrücklage und eine gute Liquidität. Diese Reserven können jetzt als zusätzliches Instrumentarium genutzt werden, um die coronabedingten Finanzschäden zu kompensieren. Allerdings darf nicht verkannt werden, dass das Finanzpolster infolge der möglichen dramatischen Verschlechterung der städtischen Haushaltswirtschaft schnell aufgebraucht sein kann“, schreibt der Kämmerer in seinem Finanzzwischenbericht. Die fetten Jahre hat die Stadt vor allem den sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken. Hier fürchtet der Kämmerer in 2020 Mindereinnahmen in Höhe von rund fünf Mio. Euro – statt 38 könnten nur 33 Mio. Euro in die Stadtkasse fließen. Zudem würden die Anteile an der Einkommens- und Umsatzsteuer zurückgehen und die Kreisumlage ansteigen, vor allem verursacht durch steigende Sozialkosten. Gelindert werden könnte die Entwicklung durch die Möglichkeit, die coronabedingten Schäden im Haushalt isoliert abzuschreiben (wir berichteten) oder durch Finanzhilfen von Bund und Ländern.

Die Entwicklung der städtischen Finanzwirtschaft werde entscheidend davon abhängen, wie schnell sich die Wirtschaft von den coronabedingten Schäden erholt. Stand heute geht der Kämmerer davon aus, dass sich die Liquidität zum Jahresende um rund fünf Mio. Euro verschlechtern und das Jahresergebnis 2020 mit einem Minus von 4,5 Millionen Euro abschließen wird. Und, so viel sei jetzt schon klar, auf das Haushaltsjahr 2021 werde sich die Coronakrise noch viel stärker auswirken.

Uli Bock (SPD) warb im Rat trotz der düsteren Prognose dafür, keinen radikalen Sparkurs zu Lasten der städtischen Entwicklung zu fahren, allerdings mit Augenmaß zu agieren. „Wir haben die Verpflichtung, in Zukunft Maß zu halten und zu schauen, wo es Einsparpotenziale gibt“, erklärte Wolfgang Teipel von der CDU und Meinolf Schmidt (UWG) erklärte, bei der Suche nach Auswegen aus der Krise müsse man verschiedene Szenarien prüfen. Ralf Warias (FDP) erklärte schließlich, er habe schon häufiger davor gewarnt, dass es „irgendwann auch Attendorn treffen“ würde.

Flemming Krause
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