Pressemitteilungen vom 08.09.2020:

LokalPlus - Querungsmöglichkeiten Biggesee: Will man hier mit Geld um sich werfen?

Zu den Querungsmöglichkeiten am Biggesee, die im Ausschuss für Ausschuss Planung und Umwelt vorgestellt wurde (Wir berichteten) hat unsere Redaktion ein Leserbrief der FDP Attendorn erreicht.

Attendorn. „Was ist nur mit dem Bürgermeister und den Attendorner Sozialdemokraten los? Während hunderte, ja tausende Mitarbeiter in den Attendorner Betrieben mit Kurzarbeit konfrontiert sind und viele Menschen Sorge um dem Verlust Ihres Arbeitsplatzes haben, träumt die Attendorner SPD von der längsten Hängebrücke der Welt.

Als im Jahr 2018 beantragt wurde, eine Brücke über den Biggesee zu bauen um einen kleineren Rundweg zu bekommen, konnte man diesen Antrag zunächst für einen verfrühten Aprilscherz halten. Aber schon diesem Zeitpunkt träumte der Bürgermeister scheinbar schon von einem eigenen Denkmal.

Aber nicht der Bürgermeister holte sich die Zustimmung des Ruhrverbandes zu diesem Thema ein, sondern ein einfacher SPD-Abgeordneter aus Neu Listernohl. „Was mir als Finanzpolitiker richtig Bauschmerzen macht, ist die Berichterstattung über die Vorstellung der verschiedenen Querungsmöglichkeiten.
Ungeachtet aller wirtschaftlichen Probleme
Hier ist zu lesen, dass Bürgermeister Christian Pospischil sich für den Vortrag bedankte und betonte, dass das Projekt finanziell aufgrund der Corona Krise nächstes Jahr nicht zu realisieren sei.

In der nächsten Legislaturperiode werde man sich noch einmal gemeinsam an den Tisch setzen und erörtern wie es weitergehen soll. Damit ist doch klar, dass die Attendorner Sozialdemokratie ungeachtet aller wirtschaftlichen Probleme, die durch die Coronakrise über Attendorn hereinbrechen, diese Träumerei realisieren will.

Zahlen sind Kostenschätzungen

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um erste Kostenschätzungen, in der Regel werden solche Projekte dann deutlich teurer. Dazu kommen weitere Aufwendungen für neu zu schaffende Parkmöglichkeiten und eine neue Zuwegung zum Biggesee, da die bisherigen Verkehrswege jetzt schon über ihrer Kapazitätsgrenze sind.

Mit solch einem reinen Prestigeprojekt sind wir auf dem Weg in eine Finanzpolitik die wir von den roten Ruhrgebietsstädten aus der Vergangenheit kennen. Die Haushalte wurden mit schönen aber nicht notwendigen Investitionen ruiniert und jetzt kommen die Kommunen den eigentlichen Aufgaben, wie zum Beispiel der Pflege und dem digitalen Umbau der Schulen, nicht mehr nach.

Während schon diskutiert wird, wie man die Einbrüche der Gewerbesteuer kompensieren kann und sich die einzelnen Ämter der Verwaltung Gedanken machen, an welcher Stelle nicht unbedingt notwendige Ausgaben geschoben werden können, will man hier mit den Millionen nur so um sich werfen.“


Ralf Warias
FDP-Stadtverband Attendorn

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