Pressemitteilungen vom 14.09.2020:

WR vom 14.09.2020 - 77, 5 Prozent: Christian Pospischil bleibt Bürgermeister

Attendorn: Herausforderer Roland Friedrich (parteilos) ist chancenlos und landet bei 22,5 Prozent. Jubel im Himmelreich

Von Barbara Sander-Graetz

Attendorn. Der alte Bürgermeister ist auch der neue Bürgermeister in der Hansestadt. Um kurz nach 19
Uhr wurden Christian Pospischil (SPD) und seine Frau Ines im Restaurant Himmelreich mit großem
Jubel empfangen. Eine ernstzunehmende Gefahr durch seinen Herausforderer Roland Friedrich bestand zu keinem Zeitpunkt. 77,48 Prozent hieß es am Ende des Tages. Für den parteilosen Roland Friedrichs stimmten 22,52 Prozent. „Ich bin mit dem Ergebnis voll auf zufrieden“, so der Bürgermeister. „Ich bin auch überwältigt, dass das Ergebnis so klar ausgefallen ist.“
Vor sechs Jahren wurde er mit 57,9 Prozent ins Amt gewählt und setzte sich damals gegenden Amtsinhaber
Wolfgang Hilleke durch.
Roland Friedrich zeigte sich als fairer Verlierer. „Ich hätte mich nicht aufstellen lassen, wenn die
CDU einen eigenen Kandidaten nominiert hätte, aber so hatte ich nichts zu verlieren“, nahm er es sportlich. Er selber habe sich das Amt als Bürgermeister in der Hansestadt Attendorn zum Abschluss seiner beruflichen Karriere in der Verwaltung allerdings auch gut vorstellen können. „Voll zufrieden“ zeigte sich über das vorläufige Endergebnis auch Wolfgang Langenohl von der SPD.
Mit 41,88 Prozent sind sie auch weiterhin die stärkste Fraktion im Rat, obwohl sie gegenüber 2014 Stimmen verloren haben. Derzeit gehen 16 Sitze an die Genossen. „Es zeigt, dass wir eine gute Arbeit gemacht
haben.“ Sebastian Ohm als Vorsitzender der CDU war hingegen mit dem Wahlergebnis nicht ganz zufrieden. Gaben 2014 noch 40,10 Prozent den Christdemokraten ihre Stimme, waren es diese Mal 37,25 Prozent. „Wir nehmen das Wahlergebnis an und werden auch weiterhin zum Wohle der Bürger in Attendorn arbeiten.“
Neulinge setzten sich durch Mit einem Direktmandat konnten sich bei der CDUdie „Neulinge“ Nicole Kost und Ralf König durchsetzen. Gewinner des Abends waren
auch die Grünen. Bis dato durch Marius Becker im Rat vertreten, werden in Zukunft mit 8,97 Prozent
drei Grüne Ratsmitglieder in Attendorn die politischen Geschicke mitbestimmen. Wendelin Heinemann
erklärte, man stehe vor allem für den Umweltschutz.
Die UWG mit 6,01 Prozent zeigte sich enttäuscht. „Wir mussten Stimmen und einen Sitz abgeben. Damit
können wir uns nicht zufrieden geben. Warum das passiert ist, kann ich aber momentan nicht sagen“, so
der Fraktionsvorsitzende Winfried Richard in einem ersten Statement. „Wir haben unser Wahlziel fünf
Prozent plus x mit 5,90 Prozent erreicht“, freute sich der Ralf Warias von der FDP. „Attendorn braucht
die starke liberale Stimme. Wir haben auf die richtigen Themen gesetzt und das ist bei den Bürgern angekommen.“
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